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Fast unbemerkt arbeiten weltweit Zentralbanken an der Einführung digitalen Geldes (Central Bank Digital Currency, kurz CBDC). In Europa arbeitet die EZB am digitalen Euro (kurz D€), der für 2029 angekündigt ist. Was wie ein technisches Detail für Banker klingt, birgt ein enormes disruptives Potenzial. Denn der digitale Euro kombiniert die beiden größten Machtinstrumente unserer Zeit: Geld und Daten.

Geld und Daten verleihen nicht nur Macht, sie sind auch die perfekten Steuerungsinstrumente. Leider werden sie heute genutzt, um auf eine dystopische Zukunft für kommende Generationen zuzusteuern.

Wird der D€ offen, gemeinwohlorientiert und demokratisch gestaltet, dann werden nicht nur die beiden großen Machtinstrumente fast sofort unschädlich gemacht. Es entsteht auch ein neues Steuerungsinstrument, mit dem der neoliberale Kapitalismus – verantwortlich für unzählige Krisen – gekapert werden kann. Mit digitalem Geld könnten genau die Wirtschaftsakteure, die heute besonders viele Kosten externalisieren, also an Umwelt und Gesellschaft auslagern, gezwungen werden, sich von innen heraus maximal schnell nachhaltig zu transformieren. Mehr dazu im Abschnitt Wirtschaftssteuerung oder im Konzept ReThink Money.

Der D€ – Ausgang offen

Die Entwicklung des digitalen Euros ist noch offen. Noch gibt es keinen festgelegten Standard, der später nur schwer zu ändern wäre. Banken, Tech-Konzerne und Lobbyisten der Superreichen bringen sich bereits in Position, mit ganz unterschiedlichen Zielen: Banker wollen den D€ verhindern, Tech-Konzerne wollen ihn privatisieren. Mehr dazu im Abschnitt Dystopie oder im Wallet-War Report der Finanzwende.

Politik und Zivilgesellschaft denken den D€ oft noch analog, also als reines digitales Zahlungsmittel, und nicht digital. Als digitales Produkt kann der D€ auch Daten übertragen. Gleichzeitig kommt mit dem D€ auch eine Plattform, die nicht nur das Leben der Menschen vereinfachen, sondern auch die Marktbeherrschung privater US-Plattformen wie Apple, Google oder Meta auflösen kann. Das würde nicht nur die Aufmerksamkeitsökonomie dieser Konzerne beenden, die die zunehmende Radikalisierung in digitalen Räumen vorantreibt, sondern auch deren Übergewinne zurück zur zu den Menschen fließen lassen.

Unsere Mission

CBDC4All ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die sich für einen offenen, demokratischen und gemeinwohlorientierten D€ einsetzt. Wir glauben an Kipppunkte – sowohl an die negativen Soziale- und Klimakipppunkte, als auch an die positiven. Denn immer mehr Menschen erkennen: Der neoliberale Kapitalismus führt spätestens kommende Generationen in eine Sackgasse. Der D€ kann das entscheidende Instrument sein, um schnell, ganzheitlich und sozialverträglich aus dieser Sackgasse zu steuern – und gleichzeitig die Machtstrukturen zu zerbrechen, die das bisher verhindert haben.


Wir laden Sie ein, die Entwicklung des D€ als Chance für eine bessere Zukunft zu begreifen. Um möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, haben wir mehrere Utopien entworfen – kurz im Booklet oder ausführlich im Konzept. Wird auch nur eine davon verwirklicht, eröffnet sich eine völlig neue Zukunft.